Willkommen im urigsten Schankhaus auf der Erdenscheibe!
Willkommen in einer Zeit/ wo Mannsbilder noch solche
sind und Kutschen mit Heu betrieben werden.

An der Straße zwischen dem Hofe zu Dresden und Königsbrück in der Gemeinde Klotzsche stehet ein einzigartiges Schankhaus/ das für jederman/
ob Hoch oder Niedergeboren täglich geöffnet habe. Hier sind allzeit Meisterköche am Werke die es verstehen zu kochen, zu braten, zu backen und anzurichten.
So duftete es schon von weit her nach den trefflichen Köstlichkeiten die aus Frischem vom Markte selbst hergerichtet werden.
Das lockte natürlich Große und Kleine, Bauern und Häusler und manchmal auch Herren und Damen aus höheren Ständen. Kommt derweilen ein solcher Adliger zur Einkehr/
wollte selbiger häufig mit dem teuflischen Instrumantarium der Gabeln essen/ was allenthalben zu großem Gemurrmel über den hiesigen Sittenverfall in der Runde sorgt!
Man reicht in dieser Zeit Holzlöffel und Messer/ und so muß auch der Adel speysen wie das einfache Volk/ mit den Fingern!.
Sollte jedoch ein Schurke ein großes Mundwerk wider die Mägde und Knechte führen oder gar die Zeche prellen wollen/ so wird nicht mit Prangerstrafe oder einem Eselritt gesparet!
Das Gelächter der anderen gibt es obendrein!
Auch spielen Spielleut und Gaukler aus allen Landen spielen an Freitagen und Samstagen auf/ so das man sich hier allzeit prächtig vom Tagwerk erholen kann.
Kehret ein in diese Schänke/ denn wo sonst ist rülpsen und furzen noch Lebensart/ und die kürzlich gesprochenen Worte des Pastors Luther so lebendig/ wie im
ANNO DOMINI
Für Ihro hurtige Gnaden halten wir anbei ein hochfeines Büchlein bereit/ welches euch informiert über all die guten Dinge die das Schankhaus zu bieten habe.
Leset es geschwind durch und kehret hernach recht bald in unsere Schänke ein.
































